Wenn du das erste Mal mit einem Wohnmobil unterwegs bist, beginnt eine besondere Art von Freiheit: Dein Zuhause fährt mit dir mit, du bestimmst das Tempo – und jeder Tag hält ein neues kleines Abenteuer bereit. Besonders für Camping-Neulinge haben wir hier unsere besten Tipps gesammelt, damit deine erste Reise nicht nur entspannt, sondern richtig unvergesslich wird.
Wenn du das erste Mal mit einem Wohnmobil unterwegs bist, beginnt eine besondere Art von Freiheit: Dein Zuhause fährt mit dir mit, du bestimmst das Tempo – und jeder Tag hält ein neues kleines Abenteuer bereit. Besonders für Camping-Neulinge haben wir hier unsere besten Tipps gesammelt, damit deine erste Reise nicht nur entspannt, sondern richtig unvergesslich wird.
1. Plane simple – aber plane!
Spontanität ist beim Camping herrlich – aber für Anfänger hilft ein Grundgerüst.
- Etappen von 200–300 km pro Tag sind ideal bei Roadtrips. Wenn ihr nach der Anreise länger auf einem Platz bleibt, sind natürlich auch mehr km möglich.
- Die ersten Stellplätze im Voraus buchen, besonders im Sommer. Die Plätze sind teilweise im Dezember schon für die Hauptsaison ausgebucht oder es sind nur noch kleinere, weniger gut gelegene Parzellen frei! Besonders bei den Plätzen in Kroatien (hier besonders in Istrien) oder in Italien (Adria, aber auch Richtung Amalfi-Küste und Cinque Terre) solltet ihr nicht zu lange warten!
- Alternativen im Hinterkopf haben, falls Plätze voll sind
- Schaut euch auch Plätze auf Bauernhöfen (in Italien: „Agricampeggio“) oder bei Lokalen (zB diversen Buschenschanken in der Südsteiermark oä) an. Das sind oft richtige Geheimtipps und man ist ein wenig weg vom Massentourismus.
- Wir empfehlen euch dringend, besonders in südlichen Ländern, nicht frei stehen zu bleiben! Wir verfolgen das Thema schon seit Jahren und die Berichte über Einbrüche oder sogar Diebstähle von ganzen Fahrzeugen häufen sich leider. Wichtig: Hört einfach auf euer Bauchgefühl, das ist meist mehr wert als alles andere!
2. Pack nicht dein ganzes Zuhause ein
Das Wohnmobil bietet viel Platz – aber nicht unendlich.
- Jeder bekommt eine eigene Kiste für Kleidung – die Verlockung sonst zu viel einzupacken ist seeeeehr groß…
- Die Küchen-Basisausstattung ist bei uns bereits im Preis inkludiert – also kein Töpfe packen und Besteck mitnehmen 😉
- Campingstühle + Tisch sind Pflicht für gemütliche Abende – auch die sind bei uns für euch bereits an Board!
- Weniger Gepäck = mehr Platz = mehr Wohlfühlen.
- Achte auf alle Fälle darauf, das höchstzulässige Gesamtgewicht nicht zu überschreiten.
- Deinen Wasservorrat kannst du ganz entspannt direkt am Campingplatz auffüllen – das spart nicht nur Gewicht, sondern auch Treibstoff auf der Anreise.
- Auch bei Lebensmitteln gilt: Alles, was nicht unbedingt speziell sein muss (etwa glutenfreie Produkte oder andere Diätartikel), bekommst du in der Regel problemlos am Reiseziel. Ganz nebenbei tauchst du dabei schon mitten in die lokale Kultur ein. Ein gemütlicher Bummel durch einen Supermarkt im Ausland sorgt oft für überraschende Entdeckungen – und plötzlich bist du auch schon mittendrin im Urlaub!
3. Sicher unterwegs: Breite, Höhe & Kurvengefühl
- Ein Wohnmobil fährt sich anders als ein Auto – das merkst du sofort.
- Langsamer einbiegen, das Heck schwenkt stärker aus
- Auf die Fahrzeughöhe achten: Brücken, Tiefgaragen, Äste
- Außenspiegel bewusst nutzen, um seitliche Hindernisse besser zu erkennen
- Mach dich vor Abfahrt mit genauen Fahrzeugabmessungen vertraut und du wirst sehen, schon nach kurzer Zeit wirst du dich an die Dimensionen gewöhnt haben.
- Wir empfehlen euch in der Regel mit dem Wohnmobil, besonders in Baustellen oder bei Engstellen, die bereitere Spur zu verwenden.
4. Sicherheit: Wohnmobil & Wertsachen schützen
- Sicherheit ist das A und O – auch im Urlaub.
- Wertgegenstände nie sichtbar liegen lassen
- Fenster & Türen immer verriegeln, auch auf Campingplätzen
- Optional zusätzliche Türsicherungen nutzen
- Auf Rastplätzen und Supermarkt-Parkplätzen besonders wachsam bleiben
- Zum Thema Sicherheit kommt demnächst ein separater Post -> bleib dran um ihn nicht zu verpassen!
5. Fähren & Rampen: Keine Angst vor dem Auffahren
- Manche Routen beinhalten Fähren – unproblematisch, wenn man weiß wie – grundsätzlich empfehlen wir euch aber als Anfänger, Fähren für die erste Tour noch zu vermeiden, um die Anreise stressfrei zu gestalten!
- Wenn ihr euch für eine Anreise mit Fähre entscheidet, ist die oberste Prämisse: Langsam auffahren, möglichst im rechten Winkel – Der Überhang des Fahrzeuges (also quasi das „Popscherl“ vom Fahrzeug) kann bei steilen Rampen aufsitzen, deshalb solltet ihr so schräg wie möglich auffahren.
- Bei steilen Rampen Crew um Anweisung bitten – die Mannschaft ist in der Regel sehr hilfsbereit und – auch im eigenen Interesse – am zügigen und reibungslosen Ablauf interessiert. Scheut euch nicht um Hilfe zu bitten – es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen!
- Ruckeln auf Metallrampen ist normal – manchmal erschrickt man dabei ein wenig, aber allgemein gilt: Wer achtsam fährt sollte auch auf Fähren kein Problem haben!
6. Strom, Wasser & Gas – leicht erklärt
Die „Wohnmobiltechnik“ klingt kompliziert, ist aber schnell verstanden.
Strom:
- Campingplatz: 230V
- Während der Fahrt: 12V
- Adapter & gutes Kabel immer an Bord haben – na klar müsst ihr das bei uns nicht extra buchen / bezahlen – alles mit dabei!
Wasser:
- Nur offizielle Trinkwasserstellen nutzen und im Zweifel lieber einmal mehr in den Supermarkt gehen und dort Wasser aus Kanistern oder Flaschen kaufen. Besonders in südlichen Ländern kann es beim Trinken von Leitungswasser dazu kommen, dass die nächsten Ausflüge weniger zu Sehenswürdigkeiten und mehr in die „Porzellanabteilung“ des Campingplatzes führen 😉
- Ein Wasserschlauch spart Zeit beim Füllen – bevor du überlegst – auch der ist bei uns dabei 😉
Gas:
- Flaschen immer senkrecht transportieren
- Vor der Abfahrt bitte besonders aufmerksam bei der Einweisung zum Umgang mit dem Gas(-system) sein.
7. Stellplätze – oft die wahren Perlen
Neben Campingplätzen sind einfache Stellplätze eine tolle Alternative:
- Nähe zur Natur
- oft ruhiger
- unkompliziert & flexibel
- Tipp: Keile mitnehmen, wenn der Platz nicht ganz eben ist – bei Kübler Rent & Camp sind die Keile natürlich Teil der Standard-Ausstattung!
8. Entschleunige – der wichtigste Tipp von allen
- Camping bedeutet Freiheit, Ruhe und Zeit für dich.
- Bleib dort, wo es dir gefällt
- Iss, wenn du Lust hast
- Fahr weiter, wenn dein Bauch „Jetzt!“ sagt
- Das ist es, was Camping so besonders macht – keine fixen Essenszeiten, Kochen wann und wenn man mag (Pssst: für die Tage mit weniger Motivation findet sich praktisch immer ein tolles Restaurant in der Nähe 😋).
→ Kübler Rent & Camp – Dein Campingstart in Höhnhart (Bezirk Braunau)
Melde dich gern für deine erste Reise!
Hast du weitere Tipps oder Erfahrungen die du mit Campern teilen möchtest? Dann melde dich gerne entweder bei uns oder kommentiere den Beitrag! Wir freuen uns über deinen Input!


Hi Berni!
Meine Mittagspause hab ich mit dem Lesen deines Artikels verbracht.
Finde super, was ihr da gerade auf die Beine stellt und kann aus Sicht einer campingreisenden nur alles unterstreichen, von dem du da oben schreibst.
Zum Übernachten hab ich noch eine klare Empfehlung für ausgeschriebene Stellplätze. Wir waren diesen Sommer/Herbst einige Male in Bayern zum Wandern und haben diese Plätze genutzt. Perfekt, wenn man tagsüber sowieso unterwegs ist!
Freu mich schon auf weitere Artikel! Ganz liebe Grüße aus Ried, Eva (und Flo)
Hallo ihr Beiden!
Vielen Dank für euren Kommentar! Es freut mich, dass ihr als erfahrene Camper die Tipps für gut befindet!
Liebe Grüße aus Höhnhart!
Bernhard