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Vorsicht auf Reisen – Betrugsmaschen, die Wohnmobil-Fahrer kennen müssen

(c) Anna Shvets, pexels.com

Wohnmobilreisen sind Freiheit pur – aber wie überall gibt es leider auch Menschen, die das ausnutzen möchten. Je beliebter das Reiseland, desto kreativer manche Gauner. Damit du sicher unterwegs bist, stelle ich dir die wichtigsten Betrugsmaschen vor, die besonders Wohnmobil-Fahrer treffen – und zeige dir, wie du dich schützen kannst.

1. Der Spiegeltrick – eine der berüchtigtsten Maschen

Der sogenannte „Spiegeltrick“ ist in vielen Urlaubsländern verbreitet und trifft vor allem Touristen.

So läuft der Betrug ab:

  • Du hörst während der Fahrt plötzlich einen lauten Knall.
  • Kurz danach winkt dich jemand heraus und behauptet, du hättest seinen Außenspiegel beschädigt.
  • Der Kratzer ist gefälscht, oft mit Kreide.
  • Der Betrüger verlangt sofort Bargeld und will keine Polizei.

So schützt du dich:

  • Nicht sofort anhalten, wenn du nichts gesehen hast.
  • Wenn du angehalten wirst: Ruhe bewahren.
  • Auf die Polizei bestehen – echte Geschädigte haben damit kein Problem.
  • Keine Barzahlung vor Ort!
  • Fotos machen und gegebenenfalls deinen Schutzbrief oder ADAC kontaktieren.

Sehr oft verschwinden die Betrüger sofort, wenn du die Polizei erwähnst.

2. Die „Hilfsbereite Pannenhilfe“

Eine perfide Variante – besonders auf Raststätten und Parkplätzen.

Ablauf:

  • Ein Fremder klopft an dein Fahrzeug: „Du verlierst Öl!“ oder „Dein Reifen ist platt!“
  • Während du aussteigst und nachsiehst, nutzt ein Komplize den Moment, um ins Fahrzeug zu greifen und Wertsachen zu stehlen.

Schutz:

  • Türen immer abschließen, auch wenn du direkt daneben stehst.
  • Lass dir nichts einreden – lieber selbst prüfen, aber mit verschlossenem Fahrzeug.

3. Ablenkungsmanöver auf Parkplätzen

Diese wirken oft harmlos.

Beispiele:

  • Jemand fragt nach dem Weg.
  • Ein Kind oder Jugendlicher bittet um Kleingeld.
  • Jemand behauptet, du hättest sein Auto angefahren.

Tipp:

  • Wohnmobil immer abschließen – ein Klick schützt vor Stress.

4. Falsche Campingplatz-Mitarbeiter

Auf großen Campingplätzen mischen sich Betrüger unter die Gäste.

Erkennbar an:

  • „Ich brauche schnell die Gebühr.“
  • „Ich muss Strom nachkassieren.“
  • „Ich habe ein Sonderangebot.“

Schutz:

  • Immer zuerst zur Rezeption gehen, bevor du zahlst.
  • Echte Mitarbeiter haben Ausweise oder Arbeitskleidung.

5. Der Reifenstecher-Trick

Dein Reifen wird mutwillig beschädigt – meist unmerklich.

Ablauf:

  • Du fährst los, der Reifen verliert Druck.
  • Du musst stehen bleiben.
  • „Helfer“ erscheinen plötzlich und versuchen, Wertsachen zu stehlen.

Schutz:

  • Vor Abfahrt einen kurzen Rundgang ums Fahrzeug machen.
  • Niemals Wertsachen sichtbar im Cockpit liegen lassen.

Fazit von Bernhard

Dein Urlaub soll wunderschön sein – und das bleibt er auch, wenn du typische Betrugsmaschen kennst. Mit Aufmerksamkeit und ein paar einfachen Regeln bist du bestens geschützt. Generell empfehlen wir euch auf Campingplätzen oder gesicherten Stellplätzen zu übernachten um das Risiko für euch so klein wie möglich zu halten! Wir wollen auch niemanden abschrecken – Camping ist eine absolut tolle Sache, wenn man auf ein paar kleine Sachen achtet!

Bei jeder Fahrzeugübergabe erkläre ich dir zudem persönlich, worauf du achten solltest – damit du rundum sicher unterwegs bist.

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